Daniel Bräuner

Daniel Bräuner

* 02.11.1986 in Frankfurt am Main
† 17.06.2011
Erstellt von Roswitha Bräuner
Angelegt am 26.06.2011
135.634 Besuche

Über den Trauerfall (21)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Daniel Bräuner, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

"Nichts ist mehr wie es war" von Renate Salzbrenner

08.08.2020 um 14:38 Uhr von Roswitha

Ein Juniabend

wie ihn Pärchen ersehnen,

wohlig und warm.

Goldene Glitzerfäden

durchziehen die Luft,

ein Geschenk des Himmels

eigens zum Pfingstfest.

Die Vögel träumen

vom Sonnenstrahl

des kommenden Morgens.

Sterne beleuchten dir

deinen Weg.

 

Da geschieht es:

Du sagst ade

zu den Pärchen,

den Vögeln,

magst den Morgen

nicht mehr begrüßen,

trägst deine Seele

ins Endlose fort.

 

Und mit dir

nimmst du das Gold

aller Sommer.

Nichts ist mehr wie es war.

Renate Salzbrenner

 

Manchmal von Rose Ausländer

02.07.2020 um 11:01 Uhr von Roswitha

Manchmal 

spricht ein Baum

durch das Fenster

mir Mut zu.

 

Manchmal

leuchtet ein Buch

als Stern

auf meinem Himmel.

 

Manchmal

ein Mensch

den ich nicht kenne

der meine Worte erkennt.

 

 

Corona Pandemie

18.04.2020 um 15:50 Uhr von Roswitha

Corona

Es fällt schwer anzunehmen,
was in diesen Tagen geschieht.

Wir müssen auf vieles verzichten,
was bisher selbstverständlich war;

haben vieles nicht mehr,
das uns bisher Halt gab;

stehen vor Aufgaben,
die wir gemeinsam lösen

und existentiellen Fragen,
die wir beantworten müssen

und wir sind aufgefordert zu verantworten,
was wir tun und was wir nicht tun.

Wir müssen jeden Tag bewusst leben,
uns immer wieder neu einstellen,
die eigenen Möglichkeiten sehen,
unseren Beitrag leisten,
für Mitmenschen feinfühlig da sein,
ja sagen zum Unvermeidlichen
und glauben,
dass wir durch diese Situation reifen können.

Max Feigenwinter

An mein Kind

02.11.2019 um 16:15 Uhr von Roswitha

Immer wieder wirst du mir im scheidenden Jahr sterben, mein Kind,

wenn das Laub zerfließt und die Zweige schmal werden.

Mit den roten Rosen hast du den Tod bitter gekostet,

nicht ein einziges Pochen blieb dir erspart.

Darum weine ich sehr, ewiglich in der Nacht meines Herzens.

Noch seufzen mir die Schlummerlieder, die dich in den Todesschlaf schluchzten,

und meine Augen wenden sich nicht mehr der Welt zu;

das Grün des Laubes tut ihnen weh, aber der Ewige wohnt in mir.

Die Liebe zu dir ist das Bildnis, das man sich von Gott machen darf.

Ich sah auch die Engel im Weinen, im Wind und im Schneeregen.

Sie schwebten in einer himmlischen Luft.

Wenn der Mond in Blüte steht, gleicht er deinem Leben, mein Kind.

Und ich mag nicht hinsehen, wie der lichtspendende Falter sorglos dahinschwebt.

Nie ahnte ich den Tod spüren um dich, mein Kind und ich liebe des Zimmers Wände,

die ich bemale mit deinem Knabenantlitz.

Die Sterne, die in diesem Monat so viele sprühend ins Leben fallen,

tropfen schwer auf mein Herz.

Else Lasker-Schüler

Weiterleben

13.06.2019 um 21:26 Uhr von Roswitha

Wir müssen uns nicht auf Erinnerungen verlassen, um den Geist derer zurückzuerobern, die wir geliebt und verloren haben - sie leben in unserer Seele in einem perfekten Heiligtum, das selbst der Tod nich zerstören kann.

Nan Witcomb

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